Gemälde: Wiese von Hartmuth Kiewert – Tiere im Wald zwischen Ruinen

8. Österreichischer Tierrechtskongress

Zoos ... zur Geschichte einer moralischen Unrechtsinstitution Samstag 22. Oktober, 10:30 Uhr: Vortrag im Raum Augarten

Zoos sind Orte pornographischer Gewalt: Gaffer auf der einen Seite, unfreiwillig Begaffte auf der anderen.

Weltweit gibt es rund 15.000 Zoos und zooähnliche Einrichtungen, in denen gegen Entgelt Wildtiere zur Schau gestellt werden. Mit mehr als 1000 davon weist der deutschsprachige Raum (D-A-CH) die größte Dichte auf. Zoos zählen zu den meistbesuchten Freizeiteinrichtungen, pro Jahr besuchen rund 400 Millionen Menschen einen oder mehrere davon.

Zoos fungieren insofern als primäre Konditionierungseinrichtungen, in denen die als unverzichtbar definierte Grenzziehung zwischen Tier und Mensch grundgelegt bzw. gefestigt wird – wir diesseits der Gitter und Panzerglasscheiben, die anderen jenseits –, eine Grenzziehung, die es dem Menschen erlaubt, alles, was nicht unter die eigene Spezies zu subsumieren ist, nach Gutdünken zu vereinnahmen, zu nutzen und auszubeuten.

Der Vortrag beleuchtet Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Unrechtsinstitution Zoo und stellt Überlegungen vor, was zu ihrer Abschaffung getan werden kann.

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