Gemälde: Wiese von Hartmuth Kiewert – Tiere im Wald zwischen Ruinen

8. Österreichischer Tierrechtskongress

Narrative verändern Freitag 21. Oktober, 15:00 Uhr: Workshop im Raum Augarten

Narrative sind Geschichten, die sinn- und identitätsstiftend für eine Gemeinschaft sind, denn der Mensch strebt nach etwas, das ihm eine Grundlage für sein Handeln und Wirken liefern. Darunter fallen nicht nur die großen Menschheitsmythen, wie wir sie in den großen Epen finden, sondern auch solche wie die Einordnung des Menschen als Arbeitstier seit der Industriellen Revolution, der Fundierung der hierarchischen Ordnung, also der Unterscheidung in Führung und Geführte, Reich und Arm, der Zwang zum wirtschaftlichen Wachstum etc. Es sind gerade diese Narrative, die uns an den Rand der Katastrophe führten. Dennoch wirken sie unbewusst fort und leiten unser Tun. Auch wenn, wie Antonio Gramsci ausführte, Narrative von Herrschenden gemacht werden, heißt das nicht, dass sie nicht veränderbar sind. Es gilt die Mechanismen zu durschauen und das Framing, also den Rahmen, der die Weltsicht umschließt zu verschieben. Es gilt, zugrundeliegende, bisher unangetastete Glaubenssätze zu hinterfragen und durch neue, produktive und in unserem Sinne zielführende zu ersetzen. In diesem Workshop werden wir anhand des Themas Milch eine mögliche Kampagne zusammen ausarbeiten, die es ermöglicht, das Narrativ Gesunde Milch als das zu enttarnen, was sie ist, eine Lüge derer, die davon profitieren und dem ein neues entgegensetzen.

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