Gemälde: Wiese von Hartmuth Kiewert – Tiere im Wald zwischen Ruinen

8. Österreichischer Tierrechtskongress

Religion als Problem für Tiere Freitag 21. Oktober, 11:30 Uhr: Vortrag im Raum SkyDome

Über gute (und weniger gute) theologische Argumentationsstrategien im Tierrechts-Kontext

Die Konfrontation mit Religion ist für Tiere fast immer von Nachteil – und dies dürfte noch ausgesprochen vorsichtig formuliert sein. Insbesondere den monotheistischen Religionen wird man die Kritik entgegenbringen müssen, dass sie – allen sonstigen theologischen Differenzen zum Trotz – ein bisweilen überwältigender Konsens über die strukturelle Gewalt an Tieren eint. In aller Regel wird eine solche (berechtigte) Kritik dabei von säkularer Seite an die Religionen und Theologien herangetragen, während viele theologische Akteur:innen dazu tendieren, diese Kritik möglichst zu entkräften, indem sie die Tierfreundlichkeit der jeweiligen Religion zu belegen suchen. Dieses diskursive Verhältnis von säkularer Kritik und religiöser Apologie ist jedoch nicht alternativlos: Auch die Theologien sollten ein eigenes Interesse an der Analyse der verschiedenen Ausdrucksformen religiöser Gewalt an Tieren und eines religiös imprägnierten Speziesismus haben. In dem Vortrag steht daher die Frage im Vordergrund, wie die Theologien selbst ihr gewalthaltiges Potential analysieren, anerkennen und aufarbeiten können, ohne es zugleich zu entschuldigen oder zu verharmlosen (und damit zu reproduzieren).

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